Geschichte:
Während englische, deutsche und französische Angorakaninchen ihren Ursprung in einem
europäischen Urangorakaninchen haben, sind die Satinangoras eine junge Rasse, die von der
Kanadierin Leopoldina Meyer herausgezüchtet wurde. In einem Wurf kurzhaariger
Satinkaninchen fand sie ein langhaariges Tier, das sie später mit französischen Angoras
kreuzte. Dadurch konnte sie den wunderbaren Seidenglanz in die Angorakaninchen einbringen.
1987 wurden die neuen Satinangoras in den USA als Rasse anerkannt. Obschon die Rasse vor
allem in Bezug auf die Woll-Leistung noch verbesserungsfähig ist, wird sie bereits
"Königin der Angoras" genannt
Malaika, lilac chinchilla
Es ist eine mittelgrosse Rasse mit einem Idealgewicht von 3,5-4 kg.
Satinangorakaninchen zeichnen sich durch ein äusserst freundliches und liebenswertes
Wesen aus. Sie sind robust, frohwüchsig und fruchtbar und werden in vielen Farbschlägen
gezüchtet.
Wir haben im Frühling 1998 die ersten Satinangoras aus den USA nach Europa importiert.
Die Rasse hat uns so überzeugt, dass wir jetzt nur noch Satinangoras halten. Der
Wollertrag ist weniger gross als bei Schweizer Angoras, aber die Wolle ist wunderschön
und der Ertrag lässt sich ja durch gute Zuchtwahl steigern. Die Wolle hat eine Länge von
ca.10 cm und wird zwei bis drei Mal pro Jahr geerntet.
Satinwolle:
Die unglaubliche Feinheit und der Glanz machen diese Faser zu etwas
Speziellem. Satinangora gehört zu den ganz edlen Fasern und kann durchaus mit Kaschmir
verglichen werden.

In diesem Bild sieht man links ein normales Angorakaninchen, rechts ein Satinangorakaninchen. Deutlich ist der starke Glanz des Satinangoras sichtbar. Das Tier links ist ein Mischling zwischen einem Satinangora und einem Schweizer Angora. Es trägt den Satinfaktor, zeigt ihn aber selber nicht, da die Erbanlage für Satin rezessiv ist. Nur wenn ein Kaninchen reinerbig Satinangora ist, bildet es das Satinhaar aus.

Hier sieht man die versponnene Wolle der beiden Tiere im Vergleich: links die Wolle des normalen Angoras, rechts die des Satinangoras. Man sieht den Seidenglanz der Satinwolle im Gegensatz zur "kreidig" aussehenden normalen Angorawolle. Deutlich sichtbar ist auch der feinere Flausch der Satinwolle im Vergleich zum dramatischeren, im Strickstück fast pelzartigen Flausch der Schweizer Angorawolle.
Das Spinnen der Wolle ist problemlos. Sie ist etwas "schlüpfriger" als herkömmliche Angorawolle und wird am besten mit etwas Extra-Drehung versponnen. Die Wollfasern sind wesentlich feiner als normale Angorawolle, deren feste Grannenhaare empfindliche Haut manchmal etwas pieksen können.Die vielen Naturfarben sind eine Versuchung für SpinnerInnen und StrickerInnen (von links: weiss, siam, blau, schwarz, rot, kupfer). Die Wolle ist bei Handspinnern sehr beliebt, durch die Seltenheit der Tiere allerdings eine Rarität. In den USA bestehen sogar teilweise Wartelisten für begehrte Naturfarben.
Wer einmal ein Satinangorakaninchen in voller Wolle gesehen hat oder ihre seidenschimmernde Wolle verspinnen konnte, steht unter dem Zauber dieser faszinierenden Rasse!
Roter Satinangorarammler
Die Jungtiere gehen immer weg wie frische Semmeln, meist allerdings ins Ausland. Satins von uns sind in grösser Zahl in Schweden zu finden, wo sie recht verbreitet und jetzt auch als Rasse anerkannt sind. Weitere Exporte gingen nach Deutschland, Österreich, wo die Rasse auch im Aufnahmeverfahren steckt, nach England, Spanien, Dänemark, Frankreich und Italien.
Mehr Bilder finden Sie in der Satinangora-Galerie.
Für innovative Züchter sind die Satinangoras bestimmt eine erfolgversprechende Rasse mit spannender Zukunft.Satinangorastandard
Jungtiere zu verkaufen.
© Ursula + Pascal Glauser 24.03.1999
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