Radio

Emanuele, Benjamin


„Im Jahr 1919 wird die drahtlose Sendetechnik erstmals öffentlich genutzt. Bis dahin waren Rundfunkübertragung ein Privileg des Militärs“.

Das war auch ein grosser Durchbruch für die Musiksender. Songs und Konzerte konnten nun frei gesendet und von jedem gehört werden, der ein Radio besass.

Aber wie entstand das Radio? Wie hat es sich weiterentwickelt und wie sieht es heute aus?

 

Im Jahr 1923 begann der öffentliche Rundfunk in Deutschland. Es gab nur ein Problem, zu diesem Zeitpunkt hatte fast niemand ein Radio, denn erstens war es damals viel zu teuer und zweitens hatte es noch keine Bedeutung für die Menschen.

Um 1925 konnten mehrere Musiklieder nach einander abgespielt werden. Die Begeisterung der Menschen war gross, viele sassen Nachmittage
lang vor dem Radio und lauschten der Musik, die aus diesem kleinen Kasten drang.

Erst in den 30er-Jahren konnte man dank neuen Fertigungsmethoden Radios deutlich preiswerter
anbieten. Jetzt konnte man ein Radio zu einem Preis von 70 DM kaufen. Das Radiomodel von damals hiess „Röhrenradio“.


Bild_1_Rohrenradio
Grosse Bedeutung kam dem Radio während des zweiten Weltkrieges zu. Die Nazis missbrauchten das Radio, um ihre Propaganda (= Werbung) auszustrahlen.


Nun gehörte das Radio in jeden Haushalt, es hatte jetzt für die Menschen einen ganz neuen Stellenwert erlangt. Man konnte Songs hören und Nachrichten bereits am Morgen erfahren.

Doch den grössten Profit zogen wohl die Musiker daraus, denn diese verkauften ihre Songs der Radiogesellschaft  - und dies nicht immer ganz legal...........


Das Röhrenradio gab es bis in die 50er Jahre.   Doch 1953 brachte die US-Firma Regeney das erste Taschenradio auf den Markt. Diese technische Neuheit wurde zum vollen Erfolg! Vor allem für die jungen Menschen bedeutete dies Musik in der Tasche zu haben. Am Strand, auf den Strassen – überall bildeten sich Gruppen, die sich von der Musik berieseln liessen und die Hitparade gebannt verfolgten.

Bild_2_Taschenradio

Nach dem Röhrenradio war in den 70er Stereo der Renner, vorerst mit Kassettenrecorder und später auch mit CD-Player erhältlich. Bis in die 80er Jahre war die Anlage weitverbreitet. Bild_3_Stereo

Dank den diversen neuen technischen Know-Hows (z.B. Digitalisierung) konnte das Radio perfektioniert und immer kleiner hergestellt werden.   Der letzte grosse Durchbruch in der Radiogeschichte ist das Internetradio im Jahre 2005. Im Jahr 2009 zählte man allein in Deutschland um die 1900 Radiosender.Bild_4_Digitales_Radio


Eines muss zum Radio gesagt werden: viele Musiker und Bands hätten ohne die Möglichkeiten des Radios nie solchen Erfolg gehabt und ihre Musik wäre nie so populär geworden.

Hörfunksendungen

Der Hörfunk, umgangssprachlich Radio genannt, war also das erste elektronische Massenmedium. Anfangs war das Radio auch bekannt unter dem Namen „Rundfunk“, später wurde von den Technikern auch der Ausdruck „Tonrundfunk“ benutzt.

 

Im Oktober 1923 startete in Deutschland der regelmässige Programmbetrieb. Hörfunk kann weltweit mit einem Radiogerät empfangen werden.

 

Bis in die 90er Jahre wurden die Radio/Hörfunksender sehr aufwendig vorbereitet; d.h. Bänder und Schallplatten mussten aus dem Archiv beschafft werden. Tontechniker waren für den störungsfreien Programmverlauf zuständig – was zu jener Zeit nicht ganz so einfach war.

 

In den ersten Radiosendungen ging es vor allem um die Musik, erst später wurden Nachrichten und Wetterprognosen einbezogen.

 

Heute erfolgt nicht nur die Programmvorbereitung, sondern auch die Abwicklung nahezu ausschliesslich über Computer. Das zentrale Instrument ist der digitale Sendeplan, eine spezielle Software, die alle Programmelemente enthält, die während der Sendung benötigt werden. Man kann den Sendeplan mit einer Liste vergleichen, die eine Vielzahl von Audiodateien enthält, die sich in verschiedenen Archiven, d.h. Programmordnern, auf diversen Festeplatten befinden.

Der Sendeplan kann somit voll- oder teilautomatisch oder ganz von Hand programmiert werden. Reine Musikstrecken werden meist automatisch unter Einhaltung spezieller Kriterien erstellt.

 

Es wird natürlich nicht nur Musik abgespielt. So genannte Wortbeiträge sind in der modernen Zeit unabdingbar. Wortbeiträge unterteilt man grob in Moderation, Jingles, Werbespots, Korrespondentenberichte oder Rubriken. Dazu kommen noch die Nachrichten und Servicebeiträge wie Wetter- oder Verkehrsberichte. Wegen der Aktualität werden Nachrichten, Moderation oder Servicebeiträge erst kurzfristig erstellt oder sogar live eingespielt z.B. aus dem Nachrichtenstudio.

 

Live-Sendungen kommen ohne exakten Sendeplan aus, stattdessen wachen Moderatoren und Sendetechniker über die genaue Einhaltung des Zeitplans. Die Zuspielung vorbereiteter Beiträge oder die Vorbereitung der Musiktitel hingegen, erfolgen nahezu immer am PC.

 

Es ist wohl zu betonen, dass die Radiosender in der heutigen Zeit ein extrem breit gefächertes Programm anbieten können – und die Live-Moderatoren eine grosse Freiheit im Arrangieren der Sendungen geniessen.

 

Hierzu möchten wir euch ein Beispiel eines modernen Radiosenders aufzeigen:

Rock Special DRS 3

Fast jeder Radiosender hat heutzutage spezial  Sendungen für verschiedene Musikrichtungen, wie zum Beispiel beim Radio DRS 3. Jeden Mittwochabend von 20.03-22.00 Uhr ist die Sendung Rock Special zu hören. Zwei Stunden lang werden Eure Lieblinge vom Punk, Metal, Garage und Alternativ der Schweiz und dem Rest der Rockwelt gesendet. Die Redaktion hält Christoph Alispach, der als einer der Erfinder des Rock Specials eine Menge erlebt hat. Er hat auch jedes der 25 Jahre der DRS 3-Geschichte hautnah miterlebt. Die ganze Sendung moderiert Dominic Diller.

»Siehe unter http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/rock-special.html