Geschichte der Tonträger

Sandra, Yaren

Seit Thomas Edison im Jahre 1877 den Phonographen erfunden hatte, wurde immer wieder probiert, neue Tonträger zu entwickeln. Wir schauen uns die Geschichte dieser Tonträger genauer an - vom Phonographen bis zum MP-4 Player.

 

1877 Thomas Edison erfindet den Phonographen. Mit diesem Gerät kann man anfangs 40 Sekunden aufnehmen, später dann
bis zu 2 Minuten.

1887 Das von Emil Berliner erfundene Grammophon und die dazugehörige Schallplatte sind Weiterentwicklungen des
Phonographen.

1896 In diesem Jahr setzt Emil Berliner den Grundstein in der Tonträgergeschichte: Er erfindet die Schellackplatte.

1898 Valdemar Poulson entwickelt das Telegraphon ? der Ur-Vorfahr des Kassettenrecorders und des Tonbandgerät.

1904 Von diesem Jahr an werden die Schallplatten zweiseitig bespielt: Man bekommt nun 11 Minuten Musikvergnügen.

1906 Das Unternehmen Joh. Gabel Company bringt die erste Schallplattenmusikbox mit einem Münzeinwurf auf den Markt. Diese hat 24 Programmwahltasten.

1920 In der Zeit zwischen 1906 und 1920 kommt das Radio mit seinen Stationen und Sendungen auf. Dieses sorgt für einen
Unterbruch in der Tonträgerentwicklung.

1922 Das von Oberlin Smith erfundene Autofono ist ein Plattenwechsler, welcher bis zu 50 Platten automatisch wechseln kann.

1925 Der lattenspieler wird vollelektronisch entwickelt von der Firma Brunswick und Co.

1927 Es ist Zeit der Elektrizität: Auch die 1906 erfundenen Musikboxen (Jukeboxen) werden nun vollelektronisch.

1928 In diesem Jahr erhält Fritz Pfleumer für sein Tonbandgerät das Patent.

1929 Der erste tragbare Plattenspieler von Colombia kommt auf den Markt. Allerdings muss man ihn an ein Radio anschliessen.

1931 RCA Viktor entwickelt die bisher gekannte Schallplatte zu einer Langspielplatte weiter. Darauf hat es genügend Platz, um ein ganzes Konzert aufzunehmen und wiederzugeben, noch aber war sie für die normale Bevölkerung zu teuer.

1931 Die erste Stereoschallplatte wird konstruiert. Dies tut Alan Blumlein.

1935 Nun nimmt das Tonbandgerät Gestalt an. Die Firma AEG nennt es aber Magnetophon K1.

1938 Das oben erwähnte Magnetophon wird vorgestellt. Noch ist es aber zu teuer, um damit Erfolg zu erzielen.

1945: Diverse deutsche Tondbandgeräte werden von US- Amerikanern erbeutet und ins Heimatland gebracht, wo fleissig am Nachbau gearbeitet wird. Das erste Tonbandgerät der USA heisst "Soundmirror".

1948: Der ungarisch-amerikanische Physiker Dr. Peter Carl Goldmark präsentiert die Vinyl-Schallplatte als seine Erfindung. Der Stoff weist deutlich weniger Grundrauschen auf als sein Vorgänger Schellack, bietet mehr Dynamik und bessere Klangeigenschaften. Die Laufzeit beträgt jetzt schon 2 Mal 23 Minuten. Allerdings dauert es noch bis 1952, bis die Vinyl-Schallplatte marktreif wird.

1949: In diesem Jahr wird das Single-Format für Vinyl-Schallplatten mit 45 U/min. entwickelt. Dies geschieht durch das Platten-Label "RCA".

1949: Das Unternehmen "Magnecord Inc." bringt nach etwa 6 Jahren Entwicklungszeit das erste Stereo-Tonbandgerät auf den Markt.

1953: Die oben erwähnten Vinyl-Singles kommen auf den Markt.

1958: Die beiden Aufzeichnungsverfahren Tiefenschrift (von Thomas Alva Edison) und Seitenschrift (von Emil Berliner) werden zusammengeführt, nun ist der Weg für Alan Blumleins Stereo-Aufzeichnungsverfahren nach langer Zeit endlich frei. Somit entsteht das heute noch gültige Stereo-Format. Im selben Jahr werden Steroscheiben in die Plattenläden verkauft, was zum Untergang der Schellackplatte führt.

1963: In diesem Jahr entwickelt der holländische Elektronik-Konzern Philips die Musikkassette (auch Compact Cassette) mit den dazugehörenden Geräten. Erstmalsi ist es für jedermann möglich, mit kompakten Geräten eigene Aufnahmen zu erstellen.

1978: Der japanische Elektronik-Konzern "JVC" präsentiert den ersten Stereo-Ghettoblaster in Europa. Dieser war ziemlich teuer.

1979: Wiederum die Jpaner (diesmal der Elektronik-Konzern Sony) sind für die nächste Revolution in der Tonträgergeschichte zuständig: Der Walkman wird entwickelt. Mit diesem tragbaren Gerät wird es erstmals möglich, dass man seine Musik immer und überall hören kann, ohne das ganze Umfeld zu stören.

1979: Die beiden Firmen Philips und Sony beginnen die gemeinsame Entwicklung der CD (Compact Disc). Dank dieser kann der Musikfreund seine Lieblingslieder digital und ohne Störungsgeräusche anhören. Die CDs bieten gegenüber den Langspielplatten eine deutlich längere Laufzeit, nämlich 74 Minuten (mittlerweile sogar bis zu 80 min.). Die ersten CDs und CD-Player erscheinen 1982.

1984: Nun wird passend zum Walkman, mit dem man überall Musik hören kann, der erste tragbare CD-Player, genannt "Discman" auf den Markt gebracht - dies von Sony.

1991: Aus dem Ehrgeiz, immer bessere Tonqualitäten auf kleinerem Raum unterzubringen, enzwickelt Sony ein Musik-Komprimierungsverfahren (eine Datenkomprimierung wird angewendet, damit weniger Speicherplatz gebraucht wird) und verpackt es auf die sogenannte Mini-Disc – kurz MD. Die MD gleicht einer CD-Single und auch die Soundqualität ist in etwa dieselbe. Im Gegensatz zur damaligen CD lässt sich die Mini-Disc beliebig oft überspielen, da sie nicht gebrannt ist.

1995: Dies ist das Entstehungsjahr der ersten MP3-Medien-Player für den PC sowie einzelnen tragbaren MP3-Endgeräte. Marktbedeutung bekommen sie aber erst ab 1998 und speichern damals auf ihren 32 MB-Kapazität etwa 8 Lieder in CD-Qualität.

1999: Mit der Musik im MP3- Format beginnen auch illegale Internettauschbörsen wie zum Beispiel „Napster“ ihr Unwesen. Diese Art der Tauschdienste beschert der Plattenindustrie Milliardenverluste. Deshalb erzwingen diese im Jahr 2001 die endgültige Abschaltung der grössten vorhandenen Tauschbörse „Napster“. Später werden dann etliche legale Musik-Internetdienste wie „I-Tunes Music Store“, welche ihre Downloads nur gegen Geld anbieten, beliebt.

2001: Der „Apple“-Präsident Steve Jobs stellt den ersten mobilen Musik-Player von Apple vor – der „iPod“ („i“ steht für Information, „Pod“ für Hülse). Der Ur-iPod hat für die damalige Zeit eine sensationelle Speicherkapazität von 5 GB in einer kompakten und schicken Form. Der iPod brilliert auch wegen seinem edlen Design. So ist es auch Geschäftsmännern in Anzug und eleganten Damen möglich, mit weissen Stöpseln herumzulaufen…

Seit 2001 ist der iPod bis zur sechsten Generation weiterentwickelt, fasst bis zu 160 GB, spielt neben Musik auch Videos ab und enthält Langeweile vertreibende Spiele. Er ist erhältlich unter dem Typ „iPod Classic“, es gibt aber auch kompaktere Player wie die beiden iPods „Shuffle“ und „Nano“. Geschäftsleute bevorzugen natürlich den edlen „iPod touch“ oder gleich das um die Telefonfunktion erweiterte „iPhone“.

Der iPod ist im Moment DER Hit – er wird aber sicher nicht die letzte Erfindung in der Musikindustrie sein…