Bühnenbeschallung
Daniel, Pascal

Das drahtlose Mikrofon

Vor über dreissig Jahren kamen drahtlose Mikrofone auf. Heute sind sie aus Konferenzen, öffentlichen Debatten, Konzerten usw. nicht mehr wegzudenken. Drahtlose Mikrofone geben Rednern viel Bewegungsfreiheit. Sie weisen im Allgemeinen eine schwache Leistung auf und arbeiten in verschiedene Frequenzbänder. Die Verwendung eines solchen Geräts ist der Fernmelderegulierung unterstellt. In den meisten Fällen ist für den Betrieb eine Konzession erforderlich.

Mikrofonauswahl

Man sollte sich vor Aufnahmen überlegen, welcher Mikrofontyp mit welcher Richtcharakteristik für die entsprechende Aufnahmesituation das beste Ergebnis bringt. Dabei spielen die besonderen Eigenschaften, der Einsatzzweck, aber auch die Kosten der verschiedenen Mikrofontypen eine wichtige Rolle.

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Mikrofonen, deren Eigenschaften sich jeweils für andere Schallquellen und Aufnahmesituationen eignen. Der Unterschied liegt im Wandlerprinzip, also der Art, wie die mechanischen Schallschwingungen in elektrischen Strom umgewandelt werden.

Es gibt Dynamische Mikrofone

Die Vorteile:

-Sie sind robust, langlebig, einfach zu handhaben und zu transportieren. Deswegen findet man sie oft im Live-Bereich auf Veranstaltungen, Podien und Konzerten (wo schon mal beim Auf- oder Abbau etwas herunterfällt).

-Es ist keine Stromversorgung für die Mikrofone nötig, man kann sie also immer und überall sofort einsetzen.

-Sie bleiben auch bei hohen Pegeln verzerrungsarm und eignen sich daher für laute Schallquellen bzw. Musikinstrumente (Trommeln, Bläser).

-Sie sind billiger.

Ein Dynamisches Mikrofon

Die Nachteile:                                                                          

-Die Membran ist schwerer und dadurch auch  schwerer in Schwingung zu versetzen (schlechteres Impulsverhalten). Das wirkt sich einerseits negativ auf die Klangqualität aus, andererseits sind dynamische Mikrofone unempfindlicher und für geringere Pegel nicht geeignet. Aufnahmen aus größerer Entfernung sind kaum möglich.

-Sie sind anfällig für Störgeräusche, z. B. Windgeräusche, Anfassen am Gehäuse oder Schritte, die sich über den Mikrofonständer auf das Mikrofon übertragen können.

 

Kondensatormikrofone

Die Vorteile:

-Sie besitzen bessere Klangeigenschaften und einen lineareren Frequenzgang und können teilweise auch hohe Qualitätsansprüche erfüllen.

 

-Sie sind empfindlicher und liefern einen höheren Pegel, eignen sich also auch für leise Schallquellen.

-Je nach Richtwirkung können auch bis auf 2 bis 3 Meter Entfernung brauchbare Aufnahmen gemacht werden.

Die Nachteile:

 

-Sie sind teurer.

-Sie vertragen keine gröberen Erschütterungen und keine Feuchtigkeit – derartige Einwirkungen würden die Lebensdauer stark verkürzen.

-Sie benötigen eine Stromversorgung.                              -Extremer Schalldruck (über ca.120 dB) kann zu Verzerrungen führen.                                                        Kleinmembran-Kondensatormikrofon

-Sie sind empfindlich gegenüber Windgeräuschen (im Freien oder bei Sprach-/Gesangsaufnahmen) und unterschiedliche Einsprechwinkel führen zu Klangveränderungen (was z. B. bei einem Sprecher, der den Kopf bewegt, auffällt).

 

 

Grossmembran-Kondensatormikrofon

Mischpulte

Ein Audio-Mischpult, oder auch Ton-Mischpult, Mischer, Mixer oder Konsole genannt, gilt als Herzstück eines Tonstudios. Es dient dazu, die Signale von verschiedenen Tonsignalquellen (wie zum Beispiel die eines Mikrofones) aufzunehmen, damit diese dann verändert oder gemischt werden können. Es können aber auch Frequenzgang- und Dynamikveränderungen zusammen zugefügt werden. Für Mischungen in Sterefonie, also Zwei-Klang, werden dann alle Signale auf die Stereo-Kanäle „Links“ und „Rechts“ zusammengeführt.

Es gibt analoge, digitale und hybride Mischpulte. In Analogmischpulten ist das Signal immer ein elektrisches Abbild des Schalls und wird auch so verarbeitet. In Digitalmischpulten dagegen wird der Ton in ein digitales Signal umgewandelt und von Prozessoren verarbeitet. Hybridpulte besitzen eine digitale Steuerung und analoge Signalverarbeitung.

Es gibt viele verschiedene Mischpultkonzepte, da wären zum Beispiel die Splint-Konsole, Inline-Konsole, Splint-Konsole oder Powermixer. Ein Powermixer ist ein Mischpult und ein Tonfrequenz-Leistungsverstärker in einem Gerät. Diese Geräte werden vor allem für Tanzgruppen, Karaoke-Events, anderen kleineren Veranstaltungen und Live-Darbietungen vor einem kleinerem Publikum von maximal 100 Personen verwendet.

 

Ein Mischpult