Genter Bartkaninchen - ein Märchen mit Happy End


Ein wahres Märchen

Die Geschichte der Belgischen Bartkaninchen liest sich wie ein Märchen, nur war lange unklar, ob mit oder ohne Happy End: 
Der Belgier Raoul Verwulgen traf 1958 auf einer Reise durch die Gegend von Limousin (Frankreich) einen Einsiedler. Auf dessen Grundstück lebten seltsame Tiere in Erdlöchern. 

Verwulgen hielt sie erst für Bisamratten, doch es waren Kaninchen! 

Ihr einzigartiges Aussehen bezauberten den Reisenden so sehr, dass der Einsiedler ihm ein Paar der aussergewöhnlichen Tiere schenkte. Raoul Verwulgen brachte die Kaninchen nach Belgien und baute mit ihnen eine Zucht auf. 
Im Jahr 1962 präsentierte er seine Tiere unter dem Namen „Gentse Baarden“ (Genter Bartkaninchen) an einer Ausstellung. Doch die Vorstellung der neuen Rasse misslang; Verwulgen verliess die Ausstellung und stellte nie wieder aus.

Anfang der 90er Jahre gab es noch einen (!) Züchter in Belgien, der ein paar reinrassige Tiere hielt. Dem damaligen Direktor des Haustierparks Warder in Deutschland, Jürgen Güntherschulze, ist es zu verdanken, dass die Bartkaninchen nicht ausstarben: er erkannte die Einzigartigkeit dieser Rasse und holte zwei Zuchtpaare nach Deutschland. Nachkommen dieser Paare wurden auf ARCHE-Höfe verteilt, auch um das Risiko bei Auftreten von Krankheiten zu verringern. 
Unter grössten Schwierigkeiten kämpfte eine Hand voll engagierter Bartkaninchenfreunde ums Überleben dieser Rasse. Dass sie es mit so wenigen Ausgangstieren geschafft haben, ist eine grosse Leistung, die Anerkennung und Dank verdient!


Dreigenerationenhaushalt: Grossmutter Fortuna, Mutter Goldfee und Jungtiere. 

 

Heute werden wieder Bartkaninchen in Belgien, Deutschland, Österreich und in der Schweiz gezüchtet. In mehreren Ländern ist die Rasse jetzt im Standard anerkannt.
Das birgt allerdings die Gefahr, dass einseitig auf bestimmte Merkmale wie starke Flankenbehaarung gezüchtet wird, punktstarke Tiere bevorzugt zur Zucht genommen werden und genetisch wertvolle Linien aussterben. . 

Uns ist es wichtig, gerade die alte Typen mit weniger Langhaar zu erhalten, damit die ursprünglichen Bartkaninchen nicht völlig verschwinden, und der Gen-Pool nicht verarmt. 

Was ist denn so einzigartig an dieser Rasse?
Die Deckfarbe ist schwarzwildfarbig, die Fellzeichnung am Kopf (Stirnlocke und Bart) sind dunkel gefärbt. Die Tiere weisen eine dunkle Flankenzeichnung auf, oft mit langen Haaren. Diese kann bei älteren Tieren teilweise oder vollständig zurückgehen. Einzigartig sind auch die breiten Ohren, die so gut zum kräftigen Kopf passen. 

Der markante Kopf mit dunklem Bart und kecker Mähne, die breiten Ohren und die sanften braunen Augen erinnern an einen liebenswerten Esel. 


Ein unschuldiger Dackelblick gehört übrigens ins Verhaltensrepertoire
 eines jeden Bartkaninchens

Trotz ihrer Grösse von bis zu sechs Kilogramm sind Bartkaninchen ruhig und lieb. Aussergewöhnlich ist auch die Zutraulichkeit, die Tiere suchen geradezu den Kontakt zum Menschen. So eignen sie sich gut als Familienkaninchen

Bilder

Unsere Bartis

Bärtige Ahnengalerie

Standard der Bartkaninchen

Ein wenig Genetik

 

 

Link zur Seite des Erhaltungszuchtvereins 9D1

 

 

VIEH

© Ursula + Pascal Glauser 22.8.2007


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